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2. Sprachliches

Etymologie
Der Flurnamenforscher Gerhard Bauer führt die Herkunft des Namens Rastpfuhl zurück auf einen „Pfuhl, wo das Vieh
über Mittag rastete.“ Als Indiz führt er die Nähe der früheren sogenannten Kühunner an. Kühunner (Synonym für Kühruhe, Kühlager) waren laut der Deutschen Encyclopädie von 1804 Stellen, „wo das Rindvieh oder die Herde Kühe eines Ortes
auf das Feld oder in den Wald zur Weide geführt wird, da sind gewisse Orte bestimmt, wohin sie von der brennenden Sonnenhitze in Schatten oder unter Feldbäume oder auch im Wald zur Ruhe auf eine Zeitlang getrieben werden; ...“

Schreib- und Sprechweise im Wandel der Zeiten
Die Schreibweise der Ortsbezeichnung Rastpfuhl unterlag dem Wandel der Zeiten. Alle bekannten Varianten sind in der Kopfzeile dieser Internetseiten aufgeführt. Die heutige mundartliche Sprechweise lautet "Rasch(d)puhl".

Lokale Präposition
Aufgrund der Höhenlage des Distrikts wird "auf" und nicht "in" als Präpostionen zur Angabe des Ortes verwendet.
Man wohnt also auf dem Rastpfuhl und nicht etwa im Rastpfuhl.

Der Herkunft und der Bedeutung der Flur- und Straßennamen auf dem Rastpfuhl ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

Quellen
  1. Bauer, Gerhard: Die Flurnamen der Stadt Saarbrücken. Ludwig Röhrscheid Verlag Bonn, 1957
  2. Höpfner, Ludwig Julius Friedrich: Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste
    und Wissenschaften, Band 22, Verlag Varrentrapp u. Wenner, Frankfurt am Mayn, 1804
  3. Braun, Edith u. Mangold, Max: Saarbrücker Wörterbuch. Saarbrücker Druckerei und Verlag, 1984,
    ISBN 3-921646-70-7, S. 299

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