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3. Lage und regionale Einordnung
Der Rastpfuhl liegt am Nordrand der Kernstadt Saarbrücken (Stadtgrenzen vor dem 1. Jan. 1974).
Das bebaute Gebiet des Rastpfuhls erstreckt sich von der Südgrenze Rheinstraße aus ca. 1,5 km in nordnordwestliche Richtung. Die maximale Ausdehnung in West-Ost-Richtung beträgt ebenfalls ca. 1,5 km.
Im Westen wird das bebaute Gebiet des Rastpfuhls von der Hubert-Müller-Straße begrenzt, im Osten im Wesentlichen von der Fischbachtalbahn. Im Norden schließt sich der Saarkohlenwald an die Wohnbebauung an.
Das Zentrum des Rastpfuhls hat die Geo-Koordinaten 49,2506717 N, 6,9631996 O.
Verwaltungsmäßig bildet der Rastpfuhl heute den Distrikt Nummer 126 der Stadt Saarbrücken. Der Distrikt gehört zum Stadtteil Malstatt (Stadtteile-Nummer 12) und zum übergeordneten Bezirk Nr. 1 (Saarbrücken-Mitte). Im Südosten verläuft
die Distriktgrenze des Rastpfuhls etwas anders als die faktische Grenze, s. Karte (s.a. Abb. 3.1).

Verwaltungs- und faktische Grenzen des Rastpfuhls

Abb. 3.1: Grenzen des Rastpfuhls (höher aufgelöste Grafik als PDF-Datei)

Im Westen und Südwesten hat der Distrikt mit der Hubert-Müller-Straße und der Autobahn A1 bzw. mit der Rheinstraße eine Grenze zum Distrikt 242 (Ottstraße) und damit zum Stadtteil Burbach. Alle anderen angrenzenden Bezirke gehören zu Malstatt. Im Norden und im Osten ist dies der Distrikt 121 (Rußhütte) und im Süden sind es die Distrikte 124 (Leipziger Straße) und 125 (Jenneweg).
Die Distrikte werden vom Amt für Entwicklungsplanung, Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Saarbrücken weiter
 „statistische Bezirke“ untergliedert, s. Abb, 3.2.

Statistische Bezirke des Rastpfuhls
Abb. 3.2: Statistische Bezirke des Rastpfuhls

Zur weiteren Strukturierung des Rastpfuhls wird hier hierarchisch unterhalb der Distrikte für die meisten Wohngebiete des Rastpfuhls die Gliederungsebene „Quartier“ oder „Wohnviertel“ eingeführt, s. Karte (Abb. 3.3). Im Einzelfall ist es darüber hinaus erforderlich, innerhalb der Quartiere einzelne Siedlungen zu benennen. Die Untergliederung in Quartiere und Siedlungen ergibt sich aus unterschiedlichen städtebaulichen und sozialen Strukturen.
Auf dem oberen Rastpfuhl bewirken die breit ausgebaute Lebacher Landstraße, die dazu parallel verlaufenden Saarbahn-
Gleise und ab der Höhe Siedlerheim der Taleinschnitt eine deutliche Trennung in eine West- und in eine Ostseite. Im Volksmund  werden diese als die "ähn unn die anner Seid" bezeichnet. Die Zuordnung hängt dabei vom jeweiligen Standpunkt ab.

Quartiere des Rastpfuhls
Abb. 3.3:
Quartiere des Rastpfuhls (höher aufgelöste Grafik als PDF-Datei)

Naturräumliche Einordnung
Vorbemerkung: Als Naturraum bezeichnet man weitgehend unabhängig von politischen Grenzen eine Region mit gleichen oder ähnlichen geografischen Eigenschaften und gleicher oder ähnlicher Flora und Fauna. Gliederung, Grenzverlauf und Nummerierung sind dabei abhängig vom Bearbeiter bzw. Herausgeber und unterliegen dem Wandel der Zeiten. Aus diesen Gründen ist auch für den Rastpfuhl keine einheitliche Darstellung möglich.
Bis auf den äußersten Nordwesten wird das Saarland der Großregion (Region 1. Ordnung) „(Südwestdeutsches) Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens“ zugeordnet. Saarbrücken und damit der Rastpfuhl liegen im Teil Pfälzisch-Saarländischen Schichtstufenland (Region 2. Ordnung) und in der darin enthaltenen Region Saar-Nahe-Bergland (Region 3. Ordnung, Ordnungsnummer 19).
Weitere Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Darstellungen lassen sich leider nicht feststellen.

Naturräumliche Gebiete auf dem Rastpfuhl
Naturräumliche Gebiete Rastpfuhl
Abb. 3.4: Naturräumliche Gebiete auf dem Rastpfuhl

Quellen:


Geschichtliches

Territoriale Zuordnung
Bis 1793 gehörte der Rastpfuhl zum Bann des Dorfes Malstatt und damit zur Grafschaft (Nassau-)Saarbrücken im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Nach der Besetzung durch französische Truppen im Jahr Januar 1793 wurde die Grafschaft im Oktober 1797 im Frieden von Campo Formio an Frankreich abgetreten. Malstatt und damit der Rastpfuhl lagen dann im Kanton Saarbrücken im „Département de la Sarre“ , ab dem Jahr 1800 in der Mairie Saarbrücken. Bis 1814 blieb Malstatt französisch. Erst im zweiten Pariser Frieden im November 1815 fiel Malstatt an Preußen und gehörte zum Kreis Saarbrücken im Regierungsbezirk Trier der Provinz Rheinland.
Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages nach dem 1. Weltkrieg war Saarbrücken im neu geschaffenen Saargebiet für 15 Jahre dem Völkerbund unterstellt.Von 1935 bis 1945 gehörte Saarbrücken und damit der Rastpfuhl zum Deutschen Reich. Von 1945 bis 1947 unterstand das Saarland einer französischen Militärregierung. Bis zum Beitritt des Saarlandes als 10. Bundesland in die Bundesrepublik Deutschland zum 1. Januar 1957 das Saarland ein (halb-)autonomer Staat.

Verwaltungsgrenzen 1947
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Stadt Saarbrücken in 26 Bezirke eingeteilt, um „den Verkehr der Bevölkerung mit der Verwaltung zu erleichtern“Die Bereiche des heutigen Rastpfuhls westlich der Lebacher Straße zusammen mit dem heutigen Distrikt 124 Leipziger Straße bildeten den Bezirk 12 "Rastpfuhl - Leipziger Straße". Der östliche obere Rastpfuhl wurde dem Bezirk 7 "Rußhütte" zugeschlagen, die südlichen davon liegenden Gebiete östlich der Lebacher Straße gehörten zum Bezirk 11 "Jenneweg", s.a. Abb. 3.5.

Bezirke 1947
Abb. 3.5: Bezirksgrenzen 1947


Quellen:





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