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14.3  Geschichte des Rastpfuhls im 20. Jahrhundert bis 1945

in Arbeit


14.3.x Zweiter Weltkrieg
Da die Stadt Saarbrücken in der "Roten Zone", einem 10 km breiten Streifen entlang der deutsch-französischen Grenzen lag, mussten mit Beginn des 2. Weltkriegs auch die Bewohner des Rastpfuhls ihre Wohnstätten verlassen. Die Evakuierung begann für die "Nicht-Marschfähigen" bereits am 1. September 1939, für die anderen am 3. September. Die Betroffenen durften nur maximal 15 kg Gepäck mitnehmen und wurden mit Bussen, Lkw oder Eisenbahn in das sogenannte Bergungsgebiet gebracht. Für die Saarbrücker war dies hauptsächlich die Gegend um Kassel und Thüringen. Nach dem Sieg über Frankreich im Sommer 1940 durften die Bewohner in die "Rote Zone" zurückkehren.
Nach der Landung der Alliierten in der Normandie und der infolgedessen immer näher rückenden Front sowie auf Grund der Zunahme von Bombenangriffen mussten die Saarländer Ende 1944 Ihre Heimat wieder verlassen. Für das linke Saarufer und für die Stadt Saarbrücken ordnete Gauleiter Stöhr am 30. November 1944 die Zwangsräumung an. 
In den Jahren 1942 bis 1945 erlebte Saarbrücken 30 Luftangriffe. Soweit sich aus den teils widersprüchlichen Daten, die nur für den gesamten Stadtteil Malstatt vorliegen, und den Beschreibungen ermitteln lässt, war der Rastpfuhl am 23. Mai 1944 (Tagesangriff der US Army Airforce mit 137 B17-Bombern am 27. Mai 1944 (Tagesangriff der US Army Airforce mit 142 B24 "Liberator"-Bombern) und am 5. Oktober 1944 (Nachtangriff der Royal Airforce in zwei Wellen mit insgesamt 458 Lancaster Bombern und 20 Mosquito-Jagdbombern) betroffen. In der für den für die ganze Stadt Saarbrücken, insbesondere für die westlichen Stadtteile verheerenden Bombennacht 5./6.10.1944 wurden zahlreiche Wohnhäuser, die Teerfabrik Hugo Sarg, das Rastpfuhl-Krankenhaus und die Kirche St. Antonius stark beschädigt oder zerstört. Es gab auf dem Rastpfuhl viele Tote und Verletzte, allein bei der Zerstörung des Bunkers in der Rußhütter Straße 1-3 gab es über hundert Tote, s.a. Kap. 12.5  Zivilschutzeinrichtungen und militärische Anlagen.
Im Dezember 1944 musste der Straßenbahnverkehr nach Heusweiler bis auf den Abschnitt Stadtgrenze - Riegelsberg eingestellt werden.
In den letzten Kriegsmonaten wurden mit der näher rückenden Front die Luftangriffe mehr und mehr durch Artilleriefeuer ersetzt. Am Morgen des 19. März 1945 rollten von Norden her über den Rastpfuhl die ersten US-amerikanischen Panzer in die Stadt. Der weitgehend kampflose Einmarsch war am 21. März 1945 abgeschlossen.


Quellen:



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Kap. 14            Geschichte des Rastpfuhl
Kap. 14.1         Römerzeit, Mittelalter und frühe Neuzeit
Kap. 14.2         18. und 19. Jahrhundert
Kap. 14.3         20. Jahrhundert bis 1945 (noch in Arbeit)
Kap. 14.4         ab 1945 (noch in Arbeit)
Kap. 14.5         Zeittafel





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